Ein „Licht von Xanten“ erinnert an den NS-Widerstandskämpfer Nikolaus Groß
Mit einem festlichen Hochamt und klaren Worten gegen Extremismus jeder politischen Ausprägung haben Kirchenvertreter und Aktive aus der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im vollbesetzten Dom Sankt Viktor zu Xanten an den im Nationalsozialismus hingerichteten Widerstandskämpfer Nikolaus Groß erinnert. Die Dankesmesse im Gedenken an den seliggesprochenen „Märtyrer“ und christlichen Gewerkschafter stand im Zeichen einer Ehrung für alle Stolperstein-Initiativen im Bereich der beiden Bistümer Münster und Essen, wie Regionalbischof Rolf Lohmann, Probst Stefan Notz, Pastor Emeritus Michael Prinz und Diakon Martin Berendes in ihren Ansprachen und in Auszeichnungen extra unterstrichen. Auch die Villa ten Hompel war in der Feier vertreten.
Stellvertretend für alle Initiativen empfing während des Gottesdienstes die Dinslakener Buchhändlerin und Inhaberin des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Anne Prior (r.), das besondere „Licht von Xanten“, und das mit einem persönlichen Glückwunsch des Enkels von Nikolaus Groß, dem langjährigen ehrenamtlichen Vize-Bürgermeister und Dinslakener Christdemokraten Thomas Groß (l.). Erster evangelischer Gratulant im Dom war Stefan Querl, Leiter der Villa ten Hompel in Münster, für den Vorstand des nordrhein-westfälischen Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorte im bevölkerungsreichsten Bundesland, dem er seit fünf Jahren angehört. Er erwähnte bewusst das Engagement auch von Peter Schilling und dem Verein SPUREN FINDEN e.V. im Münsterland, der im „geschichtsbewussten Dialog verschiedener Generationen und Milieus“ Maßstäbe setze so wie Anne Prior mit Thomas Groß am Niederrhein. Zuvor hatte ein „Nein“ sächsischer Stimmen in Heidenau zu neuen Stolpersteinen bundesweit Empörung, Entsetzen und auch Ratlosigkeit über grassierenden Rechtsradikalismus ausgelöst, hieß es.

