Förderverein der Villa ten Hompel

Eingetragener Verein zur Förderung einer Erinnerungs-, Forschungs- u. Bildungsstätte

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

Hier finden Sie zeitens der veranstaltungsfreien Zeit durch die Corona-Beschränkungen Tipps und Leseanregungen von unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V., ausgewählt und zusammengestellt vom Geschäftsführer Andreas Determann.

26.06.2020:

ISLAND: Schabbatbeginn kurz vor Mitternacht

Die Juden in Reykjavik müssen im Hochsommer mit dem Kerzenzünden sehr lange warten. Zu Besuch in der nördlichsten jüdischen Gemeinde Europas ist Nelly Ziva Graf für die Jüdische Allgemeine: https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/schabbatbeginn-kurz-vor-mitternacht/

JÜDISCHES MUSEUM BERLIN: Dauerausstellung eröffnet am 23. August

In zwei Monaten ist es soweit: Am Sonntag, dem 23. August eröffnet das Jüdische Museum Berlin nach über zweieinhalbjährigem Umbau eine neue Dauerausstellung im Libeskind-Bau. Auf 3500 Quadratmetern zeigt sie die Geschichte der Juden in Deutschland vom Mittelalter bis in die Gegenwart mit neuen Schwerpunkten und neuer Szenografie, weiß die Jüdische Allgemeine: https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/dauerausstellung-eroeffnet-am-23-august/

Israel: «Machen wir uns nichts vor: Wir sind im Krieg» – wie Israel auf Corona-Jagd geht

Mit einer konzertierten Aktion bekämpft das Land die Corona-Pandemie. Bürger, Startups, Rüstungsbetriebe und selbst die Geheimdienste leisten ihren Beitrag. Eine Reportage von Ulrich Schmid in der Neuen Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/technologie/wie-israel-mit-cyber-tech-auf-corona-jagd-geht-ld.1561196

Tourismus im Nahen Osten: Stille Zeiten in Israel

Kaum ein Tourist besucht Jerusalem oder Bethlehem, nach wie vor gilt ein Einreiseverbot. Auch für den Sommer sieht es schlecht aus, berichtet Alexandra Föderl-Schmid in der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/reise/reisen-israel-coronavirus-1.4944897

 Israel: „Wer weiß, welcher Krieg noch kommt“

Der Historiker Tom Segev ist im Interview mit Alexandra Föderl-Schmid in der Süddeutschen Zeitung angesichts der geplanten Annexion des Westjordanlands sicher: Eine Zwei-Staaten-Lösung ist keine Option mehr. https://www.sueddeutsche.de/politik/israel-wer-weiss-welcher-krieg-noch-kommt-1.4941332

Ägypten: Jüdische Gemeindepräsidentin in Kairo: „Ich fühle mich wie der letzte Dinosaurier“

Rund 80.000 Jüdinnen und Juden lebten einmal in Ägypten. Nach der Staatsgründung Israels sank ihre Zahl beständig. Heute kann man die Kairoer Juden an einer Hand abzählen, das Ende der Gemeinde ist abzusehen. Was wird aus ihrem reichen Kulturgut? – fragt Susanna Petrin in Deutschlandfunk Kultur: https://www.deutschlandfunkkultur.de/juedische-gemeindepraesidentin-in-kairo-ich-fuehle-mich-wie.1079.de.html?dram:article_id=478844

Antisemitismus

Obwohl Antisemitismus geächtet ist, sind judenfeindliche Einstellungen relativ konstant bei rund einem Viertel der deutschen Bevölkerung verankert. Jüngere Fallzahlen belegen einen deutlichen Anstieg antisemitischer Straftaten. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es, um Antisemitismus vor dem Hintergrund eines rechtspopulistischen „Grundrauschens“ in der Gesellschaft etwas entgegenzusetzen? Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 26-27/2020) widmet sich in neun Beiträgen dem Thema (Zum Inhalt s. anhängende Datei). Sie können das Heft kostenlos bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestellen oder als pdf herunterladen: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/311634/antisemitismus?pk_campaign=nl2020-06-24&pk_kwd=311634

Hitler-Diktatur: Die Vermessung der Nazis

Der Politologe Jürgen W. Falter legt ein großes Zahlenwerk über die mehr als zehn Millionen Mitglieder der NSDAP vor. Lesen Sie die Rezension von Robert Probst in der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/politik/hitler-nazis-nsdap-1.4943505

Vorschau Rundfunk- und Fernsehprogramm

Sonntag, 28. Juni 2020
9:45 Uhr BR TV – „Hoffnungsgeschichten“: Das Alte ist nicht vergangen – Spuren jüdischen Lebens in bayerischen Kirchen

Montag, 29. Juni 2020
22:25 Uhr 3sat TV – „Rabbi Wolff“: Preisgekrönte Dokumentation von Britta Wauer über den deutsch-britischen Rabbiner William Wolff.

Mittwoch, 1. Juli 2020
20:15 Uhr NDR Info – „ZeitZeichen“: Wie Sir Nicolas Winton während der NS-Zeit mehr als 600 jüdischen Kindern das Leben rettete.

Donnerstag, 2. Juli 2020
20:15 Uhr WDR 3 – „ZeitZeichen“: Der Geburtstag des tschechischen Schriftstellers und Zeitzeugen H(ans) G(ünther) Adler.

Freitag, 3. Juli 2020
20:04 Uhr Antenne Münster – „Bürgerfunk: Lieder von Verfolgten“: Tassilo Rinecker und Jonas Höltig vom Projekt „Lieder von Verfolgten – Musik-Erzählung-Erinnerung“ (http://www.lieder-von-verfolgten.de) singen und spielen bekannte Lieder wie „Wir sind die Moorsoldaten“ und „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, aber auch unbekanntere Lieder wie das Roma-Stück „But Fagune, But Maro Pekal“. Mit Franka Aldenborg sprechen sie über die berührenden Stücke, die in Konzentrationslagern und im Widerstand gegen den Nationalsozialismus entstanden sind sowie das eigentliche Projekt. Desweiteren wirken Stefan Querl und Hannah Hüllweg mit.

19.06.2020:

Der Jude und sein Judentum

Zum 55. Todestag von Martin Buber: https://www.hagalil.com/2020/06/buber-5/

GEMEINDEN: Aktiv und engagiert

Die Zentralwohlfahrtsstelle veröffentlicht ihre Statistik für 2019 – die Zahlen geben wichtige Hinweise auf die jüdische Gemeinschaft in Deutschland findet Heide Sobotka in der Jüdischen Allgemeinen: https://www.juedische-allgemeine.de/gemeinden/aktiv-und-engagiert/

Kein Ende in Sicht: Streit um die Synagoge von Potsdam

Eigentlich schien alles klar: Für die fünf jüdischen Gemeinden in der Landeshauptstadt Brandenburgs sollte ein neue Synagoge gebaut werden. Es gibt den Entwurf eines Architekten, die Finanzierung ist gesichert. Doch nun ist das Projekt gefährdet. Das Bauvorhaben sei zu wenig sakral, lautet die Kritik. Eine Reportage von Christoph Richter im Deutschlandfunk: https://www.deutschlandfunk.de/kein-ende-in-sicht-streit-um-die-synagoge-von-potsdam.886.de.html?dram:article_id=478691

Ein Virus und seine Folgen

Wie sich die Corona-Pandemie auf die jüdischen Gemeinden in verschiedenen Ländern auswirkt hat Michael Thaidigsmann in der Jüdischen Allgemeinen zusammengestellt: https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/ein-virus-und-seine-folgen/

»Unorthodox« in deutschen Wohnzimmern: Die Serie ist aus jüdischer Perspektive erzählt – einem nichtjüdischen Publikum entgeht das leicht

Die vierteilige Miniserie Unorthodox ist binnen weniger Wochen zum Binge-Watching-Phänomen auf dem Streaming-Portal Netflix geworden. Nun ist sie mehrfach für den deutschen Fernsehpreis nominiert. Die junge Hauptprotagonistin Esty Shapiro flieht darin aus ihrer Gemeinschaft, in der sie sich zwanghaften Strukturen unterordnen muss und keinen Raum zur Selbstentfaltung findet. Auf der Suche nach festem Boden gräbt Esty nach ihren familiären Wurzeln und findet sie am anderen Ende der Welt. Eine universelle Geschichte? Diese Frage stellen sich Jakob Baier und Laura Cazés in der Jüdischen Allgemeinen: https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/german-gaze-unorthodox-in-deutschen-wohnzimmern/

Eine besonders belastete Beziehung

Weil Benjamin Netanjahu die Teil-Annexion des Westjordanlands vorantreibt, eilt Außenminister Heiko Maas als Mediator nach Israel. Viel ausrichten kann er jedoch nicht, analysiert Steffi Hentschke in der ZEIT: https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-06/israel-deutschland-heiko-maas-benjamin-netanjahu-annexion-westjordanland/komplettansicht?print

Die Antisemiten hassen die Juden, um sich nicht selbst zu hassen

In einem Buch denkt die französische Rabbinerin Delphine Horvilleur über den Antisemitismus nach. Sie macht deutlich, wie tief der Hass mit der jüdischen Lebensweise verbunden ist. Lesen Sie die Rezension des israelschen Soziologen Natan Sznaider in der Neuen Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/antisemitismus-delphine-horvilleur-schreibt-ueber-hass-auf-juden-ld.1559196?rflmnt=adnz%3B%3B%3Bbc

Antizionismus und Antisemitismus in der DDR

Offiziell war Antisemitismus in der DDR kein Problem. Zugleich lieferte die Regierung Waffen an Israels Feinde. Neue Studien zeigen, wie ausgeprägt die Israel- und Judenfeindlichkeit im Arbeiter- und Bauernstaat war. Eine Reportage von Jens Rosbach zum nachhören oder –lesen auf Deutschlandfunk Kultur: https://www.deutschlandfunkkultur.de/antizionismus-und-antisemitismus-in-der-ddr-plo-bomben-ex.1079.de.html?dram:article_id=477024

Rechtsextremismus: „Wir sind deutlich sensibler gegenüber rechtsextremer Gewalt geworden“

Der Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke, Angriffe auf Lokalpolitiker: Radikalisiert sich die deutsche Gesellschaft? Nein, sagt Konfliktforscher Julian Junk, aber wir erleben eine neue Qualität rechter Gewalt. Im Interview mit Camilla Kohrs in der Süddeutschen Zeitung erklärt er, wie rechtsextreme Gewalt sich verändert hat und wie sie bekämpft werden kann: https://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsextremismus-luebcke-1.4937120?print=true

Vorschau Rundfunk- und Fernsehprogramm

Sonntag, 21. Juni 2020
19:30 Uhr arte TV – „Eine musikalische Befreiung“: Aus Anlass des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven widmet Daniel Hope dem Komponisten ein Konzert mit einer persönlichen Auswahl von Beethoven—Werken, darunter der 5. Satz der „Pastorale“ genannten Sinfonie Nr. 6.

Dienstag, 23. Juni 2020
0:20 Uhr arte TV – „Ach du großer jiddischer Gott“: Vier Frauen aus vier Generationen, eine Familiengeschichte über 100 Jahre hinweg. Eine Reise, die 1914 beginnt und den Frauen, historisch bedingt, völlig verschiedene Schicksale beschert. Zwischen Deutschland und Ungarn, Großbürgertum und Verarmung, orthodoxem Judentum und Katholizismus, sozialistischer Realität und deren Auflösung. Film von Shosh Shlam und Hilla Medalia, Deutschland 2015.

12.06.2020:

Zwölf Straßennamen in Münster zur Erinnerung an Opfer des NS-Regimes

In Münsters westlichem Stadtteil Gievenbeck wird eine Kaserne in ein Wohnquartier umgewandelt. Die Stadt Münster schafft hier Voraussetzungen für ein urbanes vielfältiges Quartier mit hoher Wohn- und Aufenthaltsqualität wie es in der Sprache des Stadtmarketings heißt. Die Geschichte dieses Ortes spricht eine eigene Sprache: Die Kaserne wurde in den Jahren 1934 bis 1936 errichtet und die aus dieser Zeit erhaltenen Gebäude gehören zur NS-Architektur so wie einige andere Gebäude in Münster auch.

Die Bezirksvertretung Münster-West hatte bereits 2017 vorentschieden, dass die Straßen nach weiblichen Opfern von Krieg und Gewalt benannt werden sollen. Konkret beschlossen wurden nunmehr die Namen von zwölf jüdischen Münsteranerinnen, die während der NS-Zeit diskriminiert, deportiert und fast alle ermordet wurden. Die Auswahl dieser Namen stammt von den Autorinnen des Buches „Jüdische Familien in Münster 1918 – 1945“. Gisela Möllenhoff und Rita Schlautmann-Overmeyer haben die Lebenswege vieler jüdischer Menschen, die in den Jahren der NS-Diktatur auf vielfache Weise von Repressalien und Grausamkeiten getroffen wurden, erforscht und veröffentlicht.

Zwei Straßen wurden einfach mit Familiennamen benannt, weil ganze Familien im KZ ermordet wurden. Jede Person und jede Familie, an die mit diesen Namen erinnert wird, ist auf eigener Internetseite ausführlich beschrieben: www.strassennamen.muenster.de/luise-rappoport-weg.html#abc <http://www.strassennamen.muenster.de/luise-rappoport-weg.html#abc>

JÜDISCHES MUSEUM WESTFALEN: Neue Museumsleiterin gibt ihre Stelle in London für Dorsten auf

Vom Jewish Museum London kommt die erfahrene Fachfrau Dr. Kathrin Pieren am 1. Juli 2020 nach Dorsten, um hier die erste hauptberufliche Leiterin des Jüdischen Museums zu werden. Die neue Direktorin stellt Petra Berkenbusch in der Dorstener Zeitung vor: https://www.dorstenerzeitung.de/dorsten/neue-museumsleiterin-gibt-ihre-stelle-in-london-fuer-dorsten-auf–1526704.html

Architektur: Bis zum Vergessen zeitlos

Hitlers Geburtshaus wird zur Polizeistation umgebaut. Problematischer ist aber der Architekturwettbewerb – er hat die Fragen des Umgangs mit NS-Geschichte versimpelt, meint Gerhard Matzig in der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/kultur/hitler-geburtshaus-braunau-1.4930735

Studie: Wie Rechte in Vereinen und Verbänden Einfluss nehmen

Rechtspopulisten und Rechtsextremisten suchen Gelegenheiten, in die Zivilgesellschaft einzudringen. Sie machen sich in Gewerkschaften, Kirchen, Verbänden und Vereinen breit – nach dem immer gleichen Schema, wie Forscher herausfanden. Ein Bericht von Detlef Esslinger in der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsextremisten-rechtspopulisten-vereine-verbaende-studie-1.4928417

Das Mittelalter in der Moderne

Wie die Faschisten in Deutschland und Italien die Ritualmordlegende für ihre Propaganda nutzten, beschreibt Gunnar Mokosch in der Jüdischen Allgemeinen: https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/das-mittelalter-in-der-moderne/

Heldinnen des jüdischen Widerstands: Die vergessenen Freundinnen von Anne Frank

Sie standen Anne Frank bis zu ihrem Tod im KZ bei. Zuvor versteckten Janny und Lien Brilleslijper in einem Haus bei Amsterdam Juden. Nichtsahnend kaufte eine Autorin das „Hohe Nest“ – und stieß auf berührende Dokumente. Eine Reportage von Katja Iken auf Spiegel.de: https://www.spiegel.de/geschichte/ns-zeit-und-holocaust-anne-franks-vergessene-freundinnen-a-0a494837-a865-4ffb-82d0-636aa51dabae_

Föhrenwald – ein Schtetl in Bayern. Verschwiegene Nachkriegsgeschichte

Eine bayerische Kleinstadt südlich von München: Wolfratshausen. Unser Autor Alois Berger ging hier zur Schule – aber er erfuhr nichts davon, dass nach 1945 mehrere tausend Juden dort in einer Art Schtetl gelebt hatten. Erst heute wird darüber gesprochen. Lesen oder hören Sie seinen Bericht für Deutschlandfund Kultur: https://www.deutschlandfunkkultur.de/foehrenwald-ein-schtetl-in-bayern-verschwiegene.976.de.html?dram:article_id=477358

Hitler war kein Westdeutscher – in der Geschichtspolitik ist Deutschland immer noch ein geteiltes Land

Manche sahen die deutsche Erinnerungskultur schon in Selbstzufriedenheit erstarrt. Aber nun gibt es die AfD, Rechtsextremismus, zunehmenden Antisemitismus. Im Hinblick auf 30 Jahre deutsche Einheit im Herbst stellt sich zudem die Frage, ob die mangelnde Aufarbeitung der DDR-Geschichte nicht doch das ganze Land angeht. Ein Kommentar von Claudia Schwartz in der Neuen Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/meinung/hitler-war-kein-westdeutscher-in-der-geschichtspolitik-ist-deutschland-immer-noch-ein-geteiltes-land-ld.1559774

Jüdisch-Christliches Verhältnis: „Der schwarze Hintergrund, vor dem Christen sich profilierten“

Der Titel seines soeben erscheinenden Buches scheint provokant: „Der Jude Jesus – Eine Heimholung“. Rabbiner Walter Homolka selbst war Christ, bevor er im Alter von 17 Jahren zum Judentum konvertierte und später zu einer der bedeutendsten jüdischen Stimmen in Deutschland wurde. Er ist einer der Mitbegründer des ersten nach dem Holocaust neugegründeten Rabbinerseminars Kontinentaleuropas und bis heute ist er der Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs. Zudem ist er unter anderem Geschäftsführender Direktor des Instituts für Jüdische Theologie der Universität Potsdam und Kuratoriumsmitglied des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. In seinem Buch beschreibt er nun die wichtigsten jüdischen Perspektiven auf Jesus. Trotz der christlichen Unterdrückung, die Juden im Namen Jesu jahrhundertelang erfuhren, setzten sie sich seit jeher mit Jesus auseinander. Homolka diskutiert das wachsende jüdische Interesse am Nazarener seit der Aufklärung und wie Juden Jesus heute sehen, im religiösen sowie kulturellen Kontext. Das Buch zeigt: Im Zentrum der Beschäftigung mit dem Juden Jesus steht das Ringen des Judentums um Authentizität und Augenhöhe. Jesu Verankerung im Judentum bietet eine Herausforderung für Christen heute und die Chance auf einen fruchtbaren jüdisch-christlichen Dialog, was Homolka auch in mehreren Interviews anlässlich des Erscheinens seines Buches deutlich macht. So hier im Gespräch mit Christiane Florin im Deutschlandfunk: https://www.deutschlandfunk.de/juedisch-christliches-verhaeltnis-der-schwarze-hintergrund.886.de.html?dram:article_id=477606

Vorschau Rundfunk- und Fernsehprogramm

Mittwoch, 17. Juni 2020
1:10 Uhr arte TV – „Israel erzählt“: Dokumentation, die die Geschichte des Landes aus der Perspektive der israelischen Gegenwartsliteratur erzählt. Zu Wort kommen u.a. Amos Oz, David Grossman, Abraham B. Jehoschua, Etgar Keret und Zeruya Shalev als Vertreter einer pulsierenden Literaturszene, deren Bücher in zahlreiche Sprachen der Welt übersetzt werden. Ihre modernen Helden sind entwurzelte Emigranten, Holocaust-Überlebende, von aktuellen Konflikten und Verlusten Gezeichnete.

05.06.2020:

„Viele Juden sind sehr vorsichtig geworden“
Schuster alarmiert vom Ausmaß antisemitischer Kriminalität

Der Präsident des Zentralrats der Juden warnt im Interview mit Frank Jansen im Tagesspiegel vor der wachsenden Gefahr durch antisemitische Verschwörungstheorien und Hate Speech: https://www.tagesspiegel.de/politik/viele-juden-sind-sehr-vorsichtig-geworden-schuster-alarmiert-vom-ausmass-antisemitischer-kriminalitaet/25864024.html

Ein toxischer Cocktail

Ben Salomo war jahrelang eine feste Größe in der Hip-Hop-Szene. Nun gibt er in der Jüdischen Allgemeinen erstmals Einblicke, warum Verschwörungsmythen bei Musikern wie Xavier Naidoo so weit verbreitet sind: https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/ein-toxischer-cocktail/

Verfassungsschutz: Judenhass in der Freitagspredigt

Eine Akte des Verfassungsschutzes mit antisemitischen Ereignissen dokumentiert, wie es um den Antisemitismus bei Islamisten bestellt ist. Das Thema ist virulent berichtet Ronen Steinke in der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/politik/verfassungsschutz-judenhass-islamisten-akte-1.4925890

Den gefährlichsten Feind heillos unterschätzt

Die Zahl der politisch motivierten Straftaten durch Rechtsextreme ist gestiegen. Rassismus und Antisemitismus gedeihen in Deutschland auch deshalb so gut, weil die Sicherheitsbehörden auf deren Bekämpfung nicht eingestellt sind, kommentiert Constanze von Bullion in der Süddeutschen Zeitung://https://www.sueddeutsche.de/politik/kriminalstatistik-straftaten-rechtsextremismus-antisemitismus-sicherheitsbehoerden-1.4919479//

Ghettorenten: Jahre zu spät

Ein neues Urteil des Bundessozialgerichts erleichtert den Anspruch auf Ghettorenten. Doch nur wenige Überlebende werden noch etwas davon haben. „Jahre zu spät“ findet Stefan Laurin in der Jüdischen Allgemeinen:
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/jahre-zu-spaet/

Weg für Militärrabbiner ist frei

Der Deutsche Bundestag billigt einstimmig einen entsprechenden Staatsvertrag: https://www.juedische-allgemeine.de/politik/weg-fuer-militaerrabbiner-ist-frei/

Israel für zu Hause

Selbst wenn Reisen in Europa bald wieder möglich sein könnten –
weit weg kommen wir wohl in nächster Zeit nicht mehr. Mit diesen
Rezepten, Liedern und Filmen können Sie dennoch das Traumziel
Israel erkunden. Ein Bericht von Veronique Brüggemann in bento.
  Das junge Magazin vom Spiegel:
https://www.bento.de/trip/urlaub-trotz-corona-israel-fuer-zu-hause-a-aa104499-24f9-43cd-96e6-8445b29fff6e#refsponi

Seit der Corona-Pandemie arbeiten Israel und seine arabischen Nachbarn enger zusammen denn je

Die Corona-Krise fördert die Zusammenarbeit zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn. Es könnte der Auftakt zu intensiveren Kontakten sein. Dem stehen jedoch die Pläne der israelischen Regierung im Weg. Eine Reportage von Inga Rogg in der Neuen Züricher Zeitung: https://www.nzz.ch/international/naher-osten-diplomatie-in-zeiten-der-corona-pandemie-ld.1559189

Israel und die Palästinenser: Auge um Auge

Wer bricht den Kreislauf der Gewalt im Nahen Osten? Mahmud Abbas sollte Netanjahu einen eigenen Deal anbieten meint Alexandra Föderl-Schmid in ihrem Kommentar in der Süddeutschen Zeitung:
https://www.sueddeutsche.de/politik/israel-und-die-palaestinenser-auge-um-auge-1.4924514

Christenverfolgung: Jagd auf das Kreuz

Weltweit werden immer mehr Christen verfolgt. Wer darüber spricht, wird schnell als islamophob oder rechtsextrem gebrandmarkt. Doch die wahre politische Gefahr liegt im Verschweigen. Ein Bericht von Ulrich Ladurner in der ZEIT: https://www.zeit.de/2020/23/christenverfolgung-anschlaege-ostern-religionsfreiheit-menschenrechte/komplettansicht

Vorschau Rundfunk- und Fernsehprogramm

Montag, 8. Juni 2020
14:25 Uhr WDR TV – „Israel – hip und heilig“: Zu Besuch bei Uri Buri aus Akko, der als einer der besten Fischköche Israels gilt.

Dienstag, 9. Juni 2020
10:55 Uhr WDR TV – „Planet Wissen: Judenhass – Eine mörderische Ideologie“.

Freitag, 12. Juni 2020
19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur – „Das Tagebuch der Anne Frank“: Kein Verleger, kein Leser interessierte sich nach der Schoa für das Tagebuch von Anne Frank. Erst mit der Bühnenfassung von F. Goodrich und A. Hackett setzte der Erfolg des Tagebuchs ein.

 

27.05.2020:

Schawuot

Morgen Abend beginnt Schawuot, das jüdische Wochenfest. Als Fest der ersten Feldfrüchte wird es 50 Tage (7 Wochen, daher der Name) nach Pessach am Ende des Omer-Zählens gefeiert und bildet den Abschluss der Frühlingsfeste. Dementsprechend werden Synagogen und Häuser mit Früchten und Blumen geschmückt. Neben dem agrarischen Aspekt wird in rabbinischer Zeit mit Schawuot die Erinnerung an die Offenbarung am Sinai sowie zugleich die Vergegenwärtigung der Erwählung Israels verbunden. Beides drückt sich traditionell in einer Nacht des Lernens aus. Vertiefende Informationen zu Schawuot finden Sie auf folgenden Seiten:

„Jüdische Ethik unterscheidet sich mitunter von der der Kirchen“

Als neues Mitglied wurde Ende April auch Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, in den Deutschen Ethikrat berufen. Im Interview mit kna spricht er über die speziellen Aspekte jüdischer Ethik und die Corona-Pandemie: https://www.domradio.de/themen/judentum/2020-05-22/juedische-ethik-unterscheidet-sich-mitunter-von-der-der-kirchen-josef-schuster-ueber-die-juedische

Marcel Reich-Ranicki

Am 2. Juni 2020 wäre Marcel Reich-Ranicki 100 Jahre alt geworden. Am 30. Mai zeigt 3sat einen Dokumentarfilm über den bekanntesten Literaturkritiker der Bundesrepublik Deutschland (s. unten).
Einen Vortrag von Marcel Reich-Ranicki über Juden in der deutschen Literatur finden Sie hier: https://literaturkritik.de/die-verkehrte-krone-ueber-juden-in-der-deutschen-literatur,26728.html
Ein Interview mit Paul Assall, in dem er sich über Literaturkritik und sein Leben äußert, können Sie hier nachlesen: https://literaturkritik.de/ein-jetzt-erstmals-veroeffentlichtes-gespraech-mit-reich-ranicki-aus-jahr-1986-ueber-literaturkritik-sein-leben,26737.html

Der Weltkrieg in Büchern: Diese fünfzehn Titel schrieben Geschichte

Die Gedenkfeierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs sind vorbei. Aber fertig wird man mit dem Thema nie: Die Neue Zürcher Zeitung stellt Bücher vor, die in den letzten 75 Jahren Debatten auslösten und Reflexionen anstiessen – oder unsere Sicht auf den Krieg bis heute prägen: https://www.nzz.ch/feuilleton/zweiter-weltkrieg-diese-fuenfzehn-buecher-sollten-sie-kennen-ld.1555667**

Protest gegen „Hygiene-Demo“: Die Angst vor dem Dunkeldeutschland-Image

Pirna hat schon viele Krisen hinter sich: Zweimal kam die Flut, dann Corona und jetzt hat es die sächsische Stadt auch noch wegen gewaltsamer Ausschreitungen in die Schlagzeilen geschafft. Über den Versuch eines Neuanfangs berichtet Antonie Rietzschel in der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/politik/hygiene-demo-widerstand2020-pirna-1.4913506

Ankläger im Eichmann-Prozess: Ein Kämpfer namens Gabriel Bach

Nach der Entführung Adolf Eichmanns vor 60 Jahren war Gabriel Bach einer der Ankläger in Jerusalem. Heute blickt der gebürtige Deutsche – der vor fünf Jahren zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung der Villa ten Hompel „Geschichte – Gewalt – Gewissen“ in Münster zu Gast war – zurück auf den historischen Prozess gegen den NS-Massenmörder. Eine Reportage von Alexandra Föderl-Schmid in der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/politik/eichmann-prozess-urteil-1.4913769

Vorschau Rundfunk- und Fernsehprogramm

Donnerstag, 28. Mai 2020:
6:20 Uhr Deutschlandfunk Kultur – „Wort zum Tage“: Rabbiner Joel Berger über Schawuot.

Freitag, 29. Mai 2020:
23:10 Uhr Kabel 1 TV – „Die Nazi-Jäger“: Wie der Mossad Herbert Cukurs, dem „Henker von Riga“, 1965 in Uruguay auf die Spur kam.

Samstag, 30. Mai 2020:
22:15 Uhr 3sat TV – „Ich, Reich-Ranicki“: Dokumentarfilm mit selten gezeigten Archivaufnahmen und sehr persönlichen, ausführlichen Erzählungen von Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) selbst.

Mittwoch, 3. Juni 2020:
0:35 Uhr 3sat TV – „Sternstunde Religion“: Bestsellerautorin Deborah Feldman („Unorthodox“) im Gespräch.

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