Station 18

Reichspogromnacht: 9. – 10. November 1938

Synagoge,
Klosterstraße 8-9

Aus dem Augenzeugenbericht des damaligen Münsteraner Rabbiners Dr. Fritz Steinthal:18_Steinthal1

18_Steinthal2
Quelle: Andreas Determann in Zusammenarbeit mit Silke Helling, Gisela Möllenhoff, Rita Schlautmann-Overmeyer, Geschichte der Juden in Münster Dokumentation einer Ausstellung in der Volkshochschule Münster, Münster 1988, S. 128ff

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in vielen Orten und Städten Ost- und Westdeutschlands Gerichtsverfahren gegen Beteiligte der Novemberpogrome 1938.
In Münster wurden der Kraftfahrer A. und der Angestellte Ta am 25.9.1948 angeklagt. Der Kraftfahrer A. wurde wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit in Tateinheit mit schwerem Hausfriedensbruch zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und 6 Monaten vom Schwurgericht des Landgerichts in Münster verurteilt.18_1_Anklage18_1a Anklage. Station 18a18_1b Anklage. Station 18b

18_1c Anklage. Station 18c
Bildquellen obere 4: Landesarchiv NRW Münster

Am 24. Mai 1949 wurde vom Strafsenat des Obersten Gerichtshofs für die Britische Zone in Köln die Revision verworfen.

SA-Mitglieder in der Ruine der Synagoge nach der Brandnacht:

18_SA
Bildquelle: Stadtarchiv Münster