Station 17

„Entartete Kunst“

Skulptur „Aufstieg“, Maria-Euthymia-Platz

In der am 19. Juli 1937 in München eröffneten Ausstellung „Entartete Kunst“ wurden Bilder und Skulpturen als Beispiele „entarteter Kunst“ öffentlich vorgestellt.
Die „erfolgreiche“ Ausstellung wurde in vielen Großstädten Deutschlands gezeigt.

17_Kunst
Bildquelle: Die Kunststadt München 1937. Nationalsozialismus und „Entartete Kunst“, Hrg. Peter-Klaus Schuster, München 1987

Im Verhältnis zu anderen Museen Westfalens wie dem Osthaus Museum in Hagen oder dem Essener Folkwang-Museum, das über 1200 Arbeiten verlor, musste das heutige Landesmuseum Münster nur ungefähr 41 Werke bei der Aktion „Entartete Kunst“ im August 1937 abgeben. Dabei sind die Kriterien für die Aussonderung nicht eindeutig festzustellen.

Zwei in Münster beschlagnahmte Bilder:

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Quelle: LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Eberhard Viegener, Porträt meiner Frau (1928), verschollen

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Quelle: LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Peter August Böckstiegel, Feierabend in Dornberg (1921), 1937 konfisziert, 1990 nachgekauft