Unsere Satzung

§ 1 Name und Sitz des Vereins, Geschäftsjahr

1.1     Der Verein führt den Namen „Verein zur Förderung einer Erinnerungs-, Forschungs- und Bildungsstätte in der ehemaligen Villa ten Hompel“ und soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er den Zusatz „e.V.“

1.2     Sitz des Vereins ist Münster.

1.3     Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereins

2.1     Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe sowie die Förderung der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene, Zivilbeschädigte und Behinderte sowie Hilfe für Opfer von Straftaten; Förderung des Andenkens an Verfolgte, Kriegs- und Katastrophenopfer; Förderung des Suchdienstes für Vermisste.

2.2     Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch

  • die Förderung der „Stätte des Erinnerns, der Forschung und der historisch-politischen Bildung“ in der ehemaligen Villa ten Hompel in Mü Der Verein fördert mit seinen Mitteln die von der Stadt Münster und anderen Körperschaften unternommenen Anstrengungen zum Aufbau und Betrieb einer solchen Einrichtung und macht selbst in vielfältiger Form auf sie aufmerksam.
  • Dies erfolgt insbesondere durch

– Trägerschaft und/oder Unterstützung von Bemühungen um Erforschung und Aufarbeitung von Polizei- und Verwaltungshandeln in Westfalen und im Rheinland während der NS-Zeit einschließlich der Vorgeschichte und der Verarbeitung in der Nachkriegszeit;

– Trägerschaft und/oder Unterstützung von Maßnahmen, Projekten, Vorhaben, die in Verbindung mit der geschichtlichen Auseinandersetzung demokratische Verhaltens- und Einstellungsformen fördern; das schließt insbesondere Maßnahmen zum Abbau antisemitischer und fremdenfeindlicher Vorurteile ein;

– Förderung öffentlicher Veranstaltungen von und Information über Themen und Tätigkeiten der „Stätte des Erinnerns, der Forschung und der historisch-politischen Bildung“ in der ehemaligen Villa ten Hompel, z.B. in Form von Lesungen, musikalischen und szenischen Darstellungen, Vorträgen etc.;

– Erprobung niedrigschwelliger Bildungsangebote (Geschichtspfad etc.);

– Erstellung von Aus- und Weiterbildungskonzepten für Verwaltungsberufe, in denen die verwaltungspolitische Verstrickung in die nationalsozialistischen Unrechtstaten thematisiert und didaktisch aufbereitet werden;

– Übernahme und Erarbeitung von Ausstellungen;

– Erarbeitung und/oder Förderung und/oder Herausgabe von Publikationen, von geschichtsdidaktischen und pädagogischen Materialien u.a.;

– Förderung interkultureller und grenzüberschreitender Begegnungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Für den Fall der Errichtung einer geeigneten Trägerschaft (Stiftung) für die „Stätte des Erinnerns, der Forschung und der historisch-politischen Bildung“ in der ehemaligen Villa ten Hompel strebt der Verein eine Beteiligung als Stifter oder Gesellschafter an.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Förderverein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeordnung. Der Förderverein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Fördervereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Fördervereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Fördervereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

4.1     Der Förderverein hat ordentliche Mitglieder, korporative Mitglieder und Ehrenmitglieder. Zu Ehrenmitgliedern kann die Mitgliederversammlung auf Antrag des Vorstandes Personen ernennen, die sich für die „Stätte des Erinnerns, der Forschung und der historisch-politischen Bildung“ in der ehemaligen Villa ten Hompel und die Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Nordrhein-Westfalen besonders eingesetzt haben. Ehrenmitglieder haben die Rechte und Pflichten ordentlicher Mitglieder mit Ausnahme der Beitragszahlung.

4.2     Mitglieder des Vereins können sein

  • jede natürliche Person, die das 18. Lebensjahr vollendet hat,
  • Firmen, Organisationen, Arbeitsgemeinschaften und Institutionen, die die Ziele des Vereins nach § 2 dieser Satzung anerkennen und fördern.

4.3      Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag, der an den Vorstand gerichtet werden muss. Der Vorstand entscheidet über den Aufnahmeantrag nach freiem Ermessen. Bei Ablehnung des Antrages ist er nicht verpflichtet, dem Antragsteller Gründe mitzuteilen.

4.4      Von den Mitgliedern werden Jahresbeiträge erhoben. Die Höhe des Mitgliedsbeitrages wird von der Mitgliederversammlung festgelegt. Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.

4.5      Die Mitgliedschaft endet durch Tod oder durch Auflösung von Firmen, Organisationen, Arbeitsgemeinschaften und Institutionen, durch schriftliche Austrittserklärung gegenüber dem Vorstand oder durch Ausschluss.

4.6      Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins verletzt. Über den Ausschluss von Mitgliedern entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Zuvor ist dem Mitglied vom Vorstand innerhalb einer Zwei-Wochen-Frist Gelegenheit zu geben, sich gegenüber dem Vorstand zu den erhobenen Vorwürfen zu  äußern. Der Beschluss über den Ausschluss ist dem Mitglied begründet bekanntzugeben.

4.7      Ein Mitglied kann seine Mitgliedschaft durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand kündigen. Die Kündigung wird zum 31. Dezember eines Jahres wirksam und muss spätestens einen Monat zuvor dem Vorstand schriftlich zugegangen sein.

§ 5 Organe

Organe des Vereins sind

a) die Mitgliederversammlung
b) der Vorstand.

§ 6 Mitgliederversammlung

6.1      Jedes Mitglied – auch ein Ehrenmitglied – hat in der Mitgliederversammlung nur je eine Stimme, die nur persönlich abgegeben werden kann.

6.2      Die ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt.

6.3      Außerordentliche Mitgliederversammlungen finden statt, wenn der Vorstand es im Interesse des Vereins für erforderlich hält oder wenn die Einberufung einer solchen Mitgliederversammlung von 1/10 der Mitglieder schriftlich vom Vorstand verlangt wird. Zweck und Gründe sind anzugeben.

6.4      Mitgliederversammlungen werden vom Vorsitzenden/von der Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom/von der stellvertretenden Vorsitzenden durch einfachen Brief einberufen. Die Einladungen sind mindestens 14 Tage vor der Sitzung abzuschicken (Poststempel). Der Einladung ist die vorgesehene Tagesordnung beizufügen.

6.5     Die Mitgliederversammlung wird von der/dem Vorsitzenden, bei deren/dessen Verhinderung von der/von dem stellvertretenden Vorsitzenden geleitet. Ist auch dieser verhindert, wählt die Mitgliederversammlung eine/n Versammlungsleiter/in.

6.6     Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Stimmberechtigten beschlussfähig.

6.7     Die Mitgliederversammlung ist insbesondere zuständig für

a) Wahl, Entlastung und Abberufung des Vorstandes
b) Wahl von zwei Kassenprüfern für die Dauer von zwei Jahren
c) Ernennung von Ehrenmitgliedern
d) Festlegung der Mitgliedsbeiträge
e) Änderung der Satzung
f) Beschlussfassung über Auflösung des Vereins
g) Beschlussfassung über Ausschluss von Mitgliedern
h) die Entscheidung in allen Fragen, die der Vorstand an sie heranträ

6.8     Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Versammlungsleiters den Ausschlag. Zu Satzungsänderungen, zu Änderungen des Vereinszwecks und zur Auflösung des Vereins ist die Drei-Viertel-Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.

6.9     Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom jeweiligen Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist.

§ 7 Vorstand

7.1     Der Vorstand besteht aus

a) dem/der 1. Vorsitzenden
b) den beiden stellvertretenden Vorsitzenden
c) dem/der Schriftführer/in
d) dem/der Schatzmeisterin

e) einen Beisitzer/einer Beisitzerin
f) und dem Geschäftsführer/der Geschäftsführerin der „Stätte des Erinnerns, der Forschung und der historisch-politischen Bildung“ in der ehemaligen Villa ten Hompel.

7.2     Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt und bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig. Gesamtwahl/Blockwahl des Vorstandes ist zulässig. Wählbar sind nur Vereinsmitglieder. Der Geschäftsführer der „Stätte des Erinnerns, der Forschung und der historisch-politischen Bildung“ in der ehemaligen Villa ten Hompel ist geborenes Mitglied des Vorstandes.

7.3     Dem Vorstand obliegt die Führung der Vereinsgeschäfte, und er führt auch Beschlüsse der Mitgliederversammlung aus.

7.4     Beschlüsse des Vorstandes werden mit Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet der/die Vorsitzende. .

§ 8 Vertretung

Zur Vertretung des Vereins gemäß Paragraph 26 BGB sind der/die Vorsitzende sowie ein weiteres Vorstandsmitglied gemeinschaftlich befugt.

§ 9 Haftung

Der Verein haftet mit dem Vereinsvermögen

§ 10 Auflösung des Vereins

10.1   Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit der in § 6 (6.7) fest gelegten Stimmenmehrheit beschlossen werden. Im Fall der Auflösung werden die noch unerledigten Angelegenheiten durch den Vorstand abgewickelt.

10.2   Bei Auflösung des Vereins oder Wegfalls seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an den „Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte e.V.“ in Köln, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke – und zwar im Sinne des Vereinszweckes – zu verwenden hat.

§ 11 Vollmacht

Der Vorstand wird bevollmächtigt, Satzungsänderungen, die im Rahmen des Eintragungsverfahrens oder hinsichtlich der steuerlichen Gemeinnützigkeit aufgrund von Auflagen der zuständigen Gerichte oder Behörden erforderlich sind, selbständig vornehmen. Er unterrichtet anschließend unverzüglich die Mitglieder über die vorgenommenen Änderungen.

Vorstehende Satzung wurde von der Gründungsversammlung am 10.11.1998 in ihrer ursprünglichen Fassung beschlossen.  Den Änderungen wurde in den Mitgliederversammlungen vom 26.11.2012, 24.11.2014 und 08.11.2016 zugestimmt.

Münster, den 10.11.1998

Änderungen:
Münster, den 26.11.2012
Münster, den 24.11.2014
Münster, den 08.11.2016