Internationaler Holocaust Gedenktag

Bei der Gedenkveranstaltung auf dem Platz des Westfälischen Friedens gedenken am 27. Januar ab 11.30 Uhr zahlreiche Schulen gemeinsam der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Im Umfeld des Gedenktages finden zudem in den Schulen verschiedene Projekte statt. Im Fokus des diesjährigen Gedenkens steht „Unser Nachbar Niederlande“. Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Markus Lewe eingeladen. Einblicke in die Projekte können auch über die von den Schüler*innen gestaltete WN Seite gewonnen werden. Zudem werden exemplarische Projekte parallel zur Ausstellung „Einige waren Nachbarn“ im Foyer der Bezirksregierung präsentiert.

Führung Dauerausstellung

Am Sonntag, dem 26. Januar wird, wie an jedem letzten Sonntag im Monat, wieder eine kostenlose Führung durch die Dauerausstellung „Geschichte, Gewalt, Gewissen“ angeboten. Beginn ist wie immer um 15 Uhr.

Darüber hinaus haben Sie an folgenden Samstagen die Möglichkeit, eine kostenlose Führung durch die Sonderausstellung „Einige waren Nachbarn“ in der Bezirksregierung zu erhalten (Beginn jeweils um 11 Uhr):

  • 25.01.2020
  • 01.02.2020
  • 08.02.2020
  • 15.02.2020

Mittwochsgespräche „1945 und Wir“

Am 22. Januar stellt Militärbischof Dr. Sigurd Rink aus Berlin die Frage: „Können Kriege gerecht sein?“ Er stellt sein Buch mit dem Untertitel „Glaube, Zweifel, Gewissen – Wie ich als Militärbischof nach Antworten suche“ vor.

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© Ullstein Buchverlage GmbH

Dr. Rink ist seit 2014 der erste hauptamtliche evangelische Militärbischof Deutschlands und reist seitdem regelmäßig in Krisengebiete wie Afghanistan, Mali oder den Nahen Osten. Über diese Reisen berichtet er in seinem Buch und setzt sich mit ethischen und humanistischen Aspekten von Militäreinsätzen, deren moralischen Herausforderungen und seelischen Belastungen für die Soldaten auseinander.

Beginn ist wie bei den Mittwochsgesprächen immer 19 Uhr, ein Exemplar des Buches kann am Abend am Stand des Buchladens Rosta erworben werden.

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen
Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V., der
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. und
dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte.

Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand

Wir hoffen, dass Sie gut ins Jahr 2020 gerutscht sind und möchten hiermit auf unsere erste Veranstaltung im ersten Halbjahr hinweisen.

Vom 15. Januar bis zum 15. Februar haben Sie die Möglichkeit die Wanderausstellung „Einige waren Nachbarn“ im Foyer der Bezirksregierung Münster zu besuchen.
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9 – 16 Uhr, Sa. 9 – 13 Uhr · Eintritt frei!

„Einige waren Nachbarn untersucht die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Diese Einflüsse reflektieren Angst, Gleichgültigkeit, Antisemitismus, Karriereangst, Ansehen in der Gemeinschaft, Gruppenzwang oder Chancen auf materiellen Gewinn. Die Ausstellung zeigt auch Personen, die den Möglichkeiten und Versuchungen, ihre Mitmenschen zu verraten, nicht nachgegeben haben und uns daran erinnern, dass es auch in außergewöhnlichen Zeiten Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft gibt.“ (Quelle: USHMM)