Martin Korda gestaltete ein Aquarell mit der Außenansicht des geschichtsträchtigen Gebäudes
Ein besonderes Geschenk hat der Architektur- und Städtebau-Experte Professor Martin Korda aus Hiltrup dem Geschichtsort Villa ten Hompel bereitet: Der kulturbegeisterte Diplom-Ingenieur gestaltete mit Akribie für ein neues Aquarell eigene Kunstkarten. Sie zeigen eine Außenansicht des 1924 bis 1928 errichteten Gebäudes am Kaiser-Wilhelm-Ring 28. Es hat eine wechselvolle Geschichte: Einst war die Villa eine Zementfabrikanten-Residenz der katholischen Erbauer-Familie ten Hompel. Dann Sitz des „Befehlshabers der Ordnungspolizei“ für den Wehrkreis VI im NS-Staat und nach dem Zweiten Weltkrieg die Dienststelle des „Dezernates für Wiedergutmachung“ der Bezirksregierung in Münster. Die Kunstkarten werden in der Ausstellung zu diesen Themenkreisen gegen eine Spende in beliebiger Höhe für Gedenkprojekte mit jungen Leuten in Münster und im Münsterland sowie für UNICEF und für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz angeboten, wie Stefan Querl, Leiter der städtischen NS-Erinnerungsstätte, hervorhob – auch mit einem Dank des Fördervereins, dessen Vorsitzender Robert von Olberg und der gesamte Vorstand Kordas Initiative für die Vereins- und Stiftungszwecke ausdrücklich begrüßten. Die Nachfrage sei so groß, dass bereits die dritte Auflage des Farbmotivs in Druck gegeben werde, hieß es.
