Der andere Blick – Die Dauerausstellung der Villa ten Hompel gegen den Strich gelesen
Die Dauerausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewissen“ zeigt die Hausgeschichte der Villa ten Hompel durch die Etappen deutscher wie europäischer Zeitgeschichte: Von einer Fabrikantenvilla zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Kommandozentrale der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, nach 1945 Ort der Entnazifizierung und der „Wiedergutmachung“. In vier Themenrundgängen anlässlich der langen Nacht der Museen und Galerien am Samstag, 31. August, besteht von 16 bis 24 Uhr die Gelegenheit, einen anderen Blick auf die Exponate und Narrative der Ausstellung zu werfen. Erzählungen, die eher im Hintergrund stattfinden, lange Zeit verschwiegen wurden oder erst in jüngerer Zeit vermehrt Beachtung finden, werden bei dieser Veranstaltung in den Fokus gerückt.
Es besteht die Möglichkeit, an folgenden öffentlichen Führungen im Rahmen des „Schauraum Münster“ teilzunehmen:
- 16 Uhr (Dis-)Kontinuitäten. Queeres Leben im Nationalsozialismus und darüber hinaus (Hanna Kotzan, Hannah Voss)
- 18 Uhr Familiengeschichte entdecken! (Annina Hofferberth, Hanna Schlieker) mit anschließendem Angebot „Familiengeschichte interaktiv“
- 20 Uhr „Die Maßnahmen halten sich noch im Rahmen.“ Antiziganismus im Nationalsozialismus und darüber hinaus (Jule Richter, Jost Wagner)
- 22 Uhr Gedenkblätter als Form lokaler Erinnerungskultur (Peter Schilling, Norbert Schücker)


