Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand

Wir hoffen, dass Sie gut ins Jahr 2020 gerutscht sind und möchten hiermit auf unsere erste Veranstaltung im ersten Halbjahr hinweisen.

Vom 15. Januar bis zum 15. Februar haben Sie die Möglichkeit die Wanderausstellung „Einige waren Nachbarn“ im Foyer der Bezirksregierung Münster zu besuchen.
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9 – 16 Uhr, Sa. 9 – 13 Uhr · Eintritt frei!

„Einige waren Nachbarn untersucht die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Diese Einflüsse reflektieren Angst, Gleichgültigkeit, Antisemitismus, Karriereangst, Ansehen in der Gemeinschaft, Gruppenzwang oder Chancen auf materiellen Gewinn. Die Ausstellung zeigt auch Personen, die den Möglichkeiten und Versuchungen, ihre Mitmenschen zu verraten, nicht nachgegeben haben und uns daran erinnern, dass es auch in außergewöhnlichen Zeiten Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft gibt.“ (Quelle: USHMM)

 

 

Weihnachtspause

clipart-money-christmas-19Das Team der Villa ten Hompel verabschiedet sich in die Weihnachtspause. Vom 21. Dezember 2019 bis einschließlich 05. Januar 2020 bleiben Verwaltung und Ausstellung geschlossen.
Wir freuen uns, Sie ab Montag, dem 06. Januar wieder begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen und Ihren Familien schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Vielen Dank, liebe Helga!

08FA47D6-1A90-4FC4-A65E-6CECF189361DAm Freitag, dem 13. Dezember 2019 war es nun soweit; nach 12 Jahren im Sekretariat der Villa ten Hompel mussten wir uns von Frau Pape verabschieden.

Es waren vor allem Helga Papes administratives Know-How und ihr zwischenmenschliches Geschick, die oftmals die Fäden im Hintergrund des Fördervereins zusammengehalten haben.

Der gesamte Förderverein wünscht unserer Helga alles Liebe und Gute für den wohlverdienten Ruhestand.

Letzte Veranstaltungen in diesem Kalenderjahr

Am Sonntag, dem 15. Dezember 2019 findet das Gedenken an die erste Deportation aus Münster ins Ghetto Riga vom 13. Dezember 1941 statt.
An der Stelle des heutigen Geschäftszentrums Warendorfer Straße/Ecke Kaiser-Wilhelm-Ring stand früher die Gaststätte Gertrudenhof. In ihrem Saal wurden vom 10. bis 12. Dezember 1941 390 jüdische Menschen aus dem Münsterland und Münster vor ihrer Deportation nach Riga festgehalten. Die Deportation erfolgte dann vom Güterbahnhof Münster über die Stationen Osnabrück und Bielefeld ins lettische Riga. Von den 299 münsterischen Juden, die in Ghettos und Lager verschleppt wurden, überlebten nur 24 den Holocaust.
Das Andachtstreffen beginnt um 11:30 und ist eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

Am gleichen Tag findet ab 12 Uhr eine Matinee zum 20. Geburtstag des Geschichtsorts Villa ten Hompel statt.
Für genaue Programminfos informieren Sie sich auf der Homepage des Geschichtsorts und bei Facebook!

Gedenkblätter im Gespräch

Präsentation und Lesung aus neu erstellten Gedenkblättern mit Peter Schilling am Mittwoch, dem 11. Dezember 2019 um 19 Uhr

Das Gedenkbuchprojekt des Vereins „Spuren Finden” möchte die Bürgerinnen und Bürger des Münsterlandes, die durch Verfolgung und Ermordung unter nationalsozialistischer Unrechts- und Gewaltherrschaft zu Opfern geworden sind, in das Gedächtnis der Gesellschaft zurückholen. Das Interesse soll auf jene Menschen gelenkt werden, die aus politischen, religiösen, rassistischen und ideologischen Gründen verfolgt und ermordet worden sind: Juden und Sinti und Roma, „Gemeinschaftsfremde” und Homosexuelle, Zeugen Jehovas und „Euthanasie”-Opfer, Menschen des konfessionellen und politischen Widerstandes.
Das Gedenkbuch ist Teil der Dauerausstellung in der Villa ten Hompel.

Dies ist eine Veranstaltung des Vereins Spuren finden e.V.